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Worte Wilma Boegel Bild Elias Ulli
Mehr als fünf Milliarden Menschen sind vertraglich an ihr Handy gebunden. Es begleitet sie von morgens bis abends, darf sogar oft mit ins Bett. Offenbar ist in, wer dran ist. Oder doch nicht?
Das Vertrauen ins Handy ist nahezu grenzenlos. Wir verlassen uns beim Wecken, bei Terminvereinbarungen und bei Datensicherung auf den elektronischen Begleiter. Wir rufen Emails mit privaten sowie beruflichen Inhalten ab und speichern sie dauerhaft. Flink und gedankenlos tippen wir persönliche Daten ein, die wir, fragte uns jemand danach, niemals preis-geben würden. Immer öfter ersetzt das Mobile sogar Bargeld, Kreditkarte oder EC-Karte. Mobile Payment nennt sich dieser Service, der es sogar schon zu einer eigenen Rubrik auf der Webpräsenz der Eidgenossenschaft gebracht hat. Die Schweizerische Bundesverwaltung unterscheidet zwischen käufer- und verkäuferorientierten Transaktionen.
Im ersten Fall wird der autorisierte Betrag direkt vom Guthaben abgezogen; im zweiten wird er der Monatsabrechnung hinzugefügt. Oft besteht via Handy aber auch der direkte Kontakt zum eigenen Bankinstitut. «Nach der erfolgreichen Registrierung bei PostFinance Mobile können Kunden per SMS oder Anruf bei verschiedenen Anbietern Produkte, Dienstleistungen oder Gesprächsguthaben bezahlen», erklärt Marc Andrey, Mediensprecher PostFinance. «Ebenso können sie per SMS Saldo- und Bewegungsabfragen auf den eigenen Konten durchführen oder Geld an andere Postkonto-inhaber überweisen.»
Sicherheit wird dabei über ein starkes Authentifizierungsverfahren und limitiertes Transaktionskapital garantiert. Marc Andrey dazu: «Zur Anmeldung benötigt der Kunde sein Handy, seine Post-Finance-Card und ein Kartenlesegerät. Ebenso wird standardmässig ein Monatslimit von 250 Franken festgelegt, das ebenfalls erst nach einer erneuten Authentifizierung individuell zwischen 1 und 3000 Franken definiert werden kann.» Ein Limit besteht auch für Geldüberweisungen von Konto zu Konto. Dieses beträgt maximal 100 Franken pro Empfänger und Tag und kann nicht geändert werden.
Das Bezahlprozedere ist einfach. Durch die Anmeldung verknüpft PostFinance die Telefonnummer mit bestehender Kontonummer. Mit dem Kauf, der in der Regel via SMS durchgeführt wird, autorisiert dieser den Produkt- oder Dienstleistungsanbietenden zur Abbuchung der Summe von seinem Postkonto. «Sämtliche Transaktionen werden nur bei ausreichendem Kontostand und verfügbarem Monatslimit freigegeben», erklärt PostFinance-Sprecher Andrey. «Zudem wird jede Transaktion transparent auf dem Postkonto ausgewiesen und per SMS oder in der iApp von PostFinance bestätigt.» Experten stufen dieses Verfahren als sehr sicher ein. Da die Kunden im Falle eines Verlusts oder Diebstahls ihre SIM-Karte in der Regel sofort sperren lassen, sind missbräuchliche Abbuchungsanweisungen kaum möglich.
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