- video
Mythos Geldwertstabilität
Nachgefragt Rino Borini
Wegen der Überschuldung und der Geldschwemme droht in vielen Ländern starke Inflation. Bislang war es das wichtigste Ziel der Zentralbanken, die Inflationsraten niedrig zu halten. Führende Ökonomen des IWF fordern nun, diese Politik zu ändern.
Anfang der Achtzigerjahre, als die Welt die letzte grosse Inflationswelle erlebte, schossen die Teuerungsraten in den USA auf 15 Prozent hoch. Der damalige US-Fed-Chef Paul Volcker entschloss sich zu radikalen Massnahmen und erhöhte die Leitzinsen auf satte 20 Prozent.
Heutzutage ist es (noch) nicht ganz so schlimm, es ist aber berechtigt, sich zu fragen, ob die Inflation wieder zurückkehrt. Die Gefahren einer Hyper-Inflation sind jedenfalls gegeben. Aufgrund der gewaltigen Rettungsmassnahmen in der Finanzkrise sind die Staatsschulden in Europa, in den Vereinigten Staaten und auch in Asien in den letzten zwei Jahren kräftig gestiegen.Allein in den USA ist die Staatsverschuldung von beachtlichen zehn Billionen innerhalb eines Jahres auf 11,9 Billionen Dollar gestiegen. Derzeit befinden sich die USA auf einem Verschuldungsniveau in Prozent des BIP von beachtlichen 82,95.
Fazit: Über kurz oder lang wird die Geldentwertung in Form hoher Inflationsraten zuschlagen. Eine hohe Inflationsrate zwingt die Notenbanken, die Zinsen am Geldmarkt zu erhöhen. Die Zinsen steigen und somit werden die Staatsausgaben weiter erhöht.
Remy Reichmuth, Co-Autor des Buchs «Der RealUnit» und Kundenverantwortlicher bei Reichmuth & Co Privatbankiers erläutert im Gespräch mit investchannel.ch seine Sicht zur Geldentwertung und wie Anleger sich davor schützen können.
















