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Nachgefragt Cyril Schicker
Die amerikanische Immobilienkrise lässt die Finanzmärkte in aller Welt seit Monaten erzittern. Der Börsenguru Faber hat dieses Szenario schon lange vorausgesagt. Weiterhin kritisch ist er gegenüber der US-Notenbank eingestellt. Cash sowie Gold sind zu bevorzugen.
Marc Faber geniesst einen legendären Ruf – zumindest unter den Pessimisten an der Börse. Der exzentrische Schweizer Vermögensexperte mit Büro in Hongkong und Chiangmai sagte die Japan-Baisse voraus, den Börsencrash 1987, die Asienkrise und den Kollaps der Hightech-Aktien im Frühjahr 2000. Und weil er schon so gern vor dem Untergang warnt, heisst sein Börsenbrief «Gloom, Boom & Doom Report».
So glaubt Dr. Doom, dass wir in den nächsten Jahren sehr schwierige Bedingungen an den Märkten erleben werden. Er glaubt zwar nicht, dass die ganze Welt kollabiert, aber Aktien werden seiner Ansicht nach die nächsten Jahre unattraktiv sein. Die Kurse würden nicht unbedingt drastisch einbrechen, aber sich auch nicht mehr stark nach oben bewegen. Gold und Cash könne in den kommenden Jahren eine Alternative sein.
Faber gilt als «Contrarian», er ist also meist anderer Meinung als die Mehrheit der Marktteilnehmer. Mit diesem Ansatz hat man per Definition nicht viele Freunde. Wird diese Strategie aber intelligent verfolgt, kann man erfolgreich sein, denn man koppelt sich vom Herdenverhalten ab. Faber ist seit mehreren Jahren gegenüber dem Gold und Rohstoffen positiv gestimmt. 2001 hatte er beispielsweise Investoren geraten, das Edelmetall zu kaufen. Seitdem hat sich der Unzenpreis mehr als verdoppelt.