Eine Billion in ETF
Nachgefragt Rino Borini
Man könnte meinen, die Erfolgsgeschichte der Exchange Traded Funds (ETF) nimmt kein Ende. Die Börsenumsätze steigen von Jahr zu Jahr und die Billionengrenze des verwalteten Vermögens wurde geknackt.
«Die magische Grösse der Billion» wurde geknackt. Ende 2009 waren weltweit über eine Billion Dollar in Exchange Traded Funds (ETF) investiert. Das Vermögen verteilt sich auf 2055 ETF, die rings um den Erdball an einer Börse zugelassen sind. Doch mit diesem starken Wachstum kommen auch die Herausforderungen zum Vorschein. Für einen Anleger wird die Auswahl nach einem ETF immer komplexer, denn beispielsweise allein auf den DJ-Euro-Stoxx-50-Index stehen an der Schweizer Börse über zehn börsengehandelte Indexfonds zur Verfügung. Alle in der Schweiz zugelassenen ETF sind auf www.10×10.ch in einer übersichtlichen Darstellung mit den täglichen Nettoinventarwerten ersichtlich.
Alain Picard, Head of Product Sales – ETF/Financial Products, von der Schweizer Börse erklärt, auf was Anleger achten sollen bei der Produktauswahl und blickt für investchannel.ch in die Zukunft der ETF-Welt.
Enorme Produktvielfalt
Inzwischen wird jede Anlageklasse mit börsengehandelten Indexfonds abgedeckt. Innerhalb dieser Vehikel ist die Vielfalt gestiegen. Unterdessen ist es zum Beispiel möglich, in den schweizerischen Immobilienmarkt mittels ETF zu investieren. Auch im Bereich der taktischen Allokation stehen den Anlegern neue Möglichkeiten zur Verfügung. Nebst Sektoren-ETF sind verschiedene Style-ETF auf diverse Märkte verfügbar. So sind etwa Large-, Mid- und Small-Cap-ETF für den amerikanischen, den europäischen wie auch den japanischen Markt emittiert worden.
Beliebte Branchenspiele
Besonders Branchen-ETF (Sektoren) liegen weit oben in der Beliebtheitsskala der Anleger. Am gefragtesten war der Sektor DJ-Euro-Stoxx-600-Utilities. Allein in den ersten beiden Handelsmonaten 2010 flossen über 190 Millionen Dollar in dieses Segment. Dieser Index gilt als konjunkturunabhängig und enthält eher defensiv geltende europäische Versorgungsunternehmen wie E.ON, GDF Suez, RWE, Enel oder Iberdrola. Diese fünf Werte bestimmen über die Hälfte der Indexgewichtung.
Auch wenn ETF einfache und günstige Anlagevehikel darstellen, bestehen dennoch Unterschiede zwischen den angebotenen Produkten, die vorgängig näher betrachtet werden sollten. Basis ist und bleibt der Index, der vor jedem Investment genauer unter der Lupe betrachtet werden muss. Regelmässige Analysen, Hintergrundinformationen und Anlageideen liefert der unabhängige ETF-Dienst www.10×10.ch, kostenlos.

















