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Worte Cyril Schicker
Die Feierlichkeiten sind vorbei, und die Temperaturen befinden sich noch immer in unwirtlichen Niederungen. Als wäre das nicht genug, scheint auch das taufrische Jahr 2012 nicht aus der Krisenelegie herauszufinden. Gründe gibt es also genug, um das gepackte Bündel zu schultern und sich in Südafrika ehrenvollen Tätigkeiten hinzugeben.
Fühlen Sie sich von der Wintertristesse drangsaliert und verspüren grosse Lust auf Gemütsverwöhnung sowie Sonne? Sind Sie auf der Suche nach einem Hauch Exotik? Dürsten Sie nach menschlicher Wärme? Möchten Sie dem Indischen und Atlantischen Ozean direkt in die Augen schauen? Spazieren Sie gerne durch unendliche Weiten, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen?
Wenn ja, und ist dieses Ja noch so zögerlich, dann heften Sie sich ungeniert an die Fersen Ihres Reiseberaters. Lassen Sie sich mit Informationen sowie Empfehlungen berieseln und buchen Sie eine Südafrikareise. Das schmucke Land zeigt sich nämlich das ganze Jahr hindurch von seiner exquisitesten Seite. Südafrika bietet jedwedem Geschmack etwas – und gar darüber hinaus noch mehr.
Und mit «noch mehr» ist in keiner Weise der oft kolportierte und auf hoher Stufe brennende Gefahrenherd gedacht. EDA, Eidgenössisches Departement für ausländische Angelegenheiten, geizt in seiner Reiseempfehlung zwar kaum mit Gefahrenhinweisen, doch die Waagschale ist uneben. Das heisst, potenzielle Gefahren sind im Vergleich zu potenziellen Freuden und Chancen zu vernachlässigen.
Flora-Liebhaber stossen sich beispielsweise an den unzähligen Pflanzenarten, endemisch oder nicht, gesund. Trekking-Freunde wiederum werden von der Landschaft, die zwischen Halbwüste, Regenwald, Felsküste und Steppe wechselt, begeistert sein. Fauna-Verrückte steigen ob der schier unerschöpflichen Anzahl Spezies freudig ins Geschirr. Und Gaumentanzende dürften von ihrem lukullischen Höhenflug kaum mehr herunterkommen. Doch wer will das schon? Überhaupt, wer will bei dieser Angebotsfülle denn eigentlich Strandurlaub machen? Na, unzählige natürlich! Dies auch zu Recht, offeriert «Republiek van Suid-Afrika» doch unzählige Traumstrände.
Strand hin, Traum her – die Lobeshymne darf getrost um eine Strophe erweitert werden, «ananea» sei Dank. «ananea», eine Abwandlung von Ananéosis, steht einerseits für Erneuerung und ist anderseits Namensgeber für den nachhaltig ausgerichteten Reisebereich von Kuoni. Bei «ananea» geht es aber nicht darum, etwa nur mit dem Fahrrad zu fahren und sowenig Energie wie möglich «zu fressen». Nein, der Blick oder besser gesagt das Ziel geht über den Tellerrand hinaus. Matthias Leisinger, Head of Corporate Responsibility, Kuoni, dazu: «Man erfährt hautnah, wie Menschen in anderen Ländern leben und arbeiten. ananea-Reisende begegnen ergreifenden Wahrheiten, die anderen vollends verborgen bleiben.»
Er weiter: «Durch ‹ananea› erhält man überdies ein tieferes Verständnis ländertechnischer Eigenheiten. Ganz wichtig ist ausserdem die Möglichkeit, aktive Beiträge zu mehr Nachhaltigkeit und Naturschutz zu leisten. Hierzu bieten sogenannte Volunteering-Programme eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte in verschiedenen Regionen weltweit.» Gerade Letzteres ist etwas, das es bislang in dieser Form wohl noch nicht gegeben hat. Und es ist verdammt spannend, mitunter sogar abenteuerlich. Die Angebotspalette beginnt beim Walforschen, geht über zum Schutz des Spitzmaulnashorns, führt weiter in Richtung Riffschutz und endet schliesslich bei der Mithilfe im Elefanten-Waisenheim. Dem ist allerdings nicht genug, gibt es doch noch viele weitere Angebote.
So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, einige Autostunden von Port Elizabeth entfernt, im «Samara Wildlife Programme» mitzumachen. «Samara Wildlife Programme», dem «Samara Private Game Reserve» zugehörig, hat die ambitiöse Aufgabe geschultert, diesem Reserve – es erstreckt sich über rund 40 000 Hektaren und wurde einst durch Farmer bis zur Unbrauchbarkeit niedergewirtschaftet – einen wundersamen (Phoenix-aus-der-Asche-)Aufstieg zu bescheren. Dabei geht es vor allem darum, ein optimales Verhältnis von Flora und Fauna herzustellen. Dies alleine genügt aber noch nicht, denn nicht jede Pflanze, jeder Strauch oder Baum verträgt sich mit anderen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen.
Es versteht sich von selbst, dass auch nicht jedes Tier einfach so mit anderen Tieren gedeiht. Selbstredend ist wohl auch die Tatsache, dass nicht jedes Tier mit jeder Pflanze (oder Strauch, Baum) zurechtkommt und sich gerne mit dem «Widersacher» beharkt. Kurzum: Das «Samara Wildlife Programme» geht in erster Linie der Frage nach, wen sowie was man mit wem und vor allem auch wie ansiedeln könne, um die Game-Reserve-Zukunft so prachtvoll wie möglich zu gestalten. Eine Herkulesaufgabe, fürwahr.
Nicht minder schwierig gestaltet sich der Brückenschlag, das Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie zu meistern. «Samara Game Reserve» befindet sich vollends im Privatbesitz und kann demnach nur überleben, wenn das Betriebswirtschaftliche nicht vernünftig gehandhabt wird. Natürlich ist es so, dass Investments dieser Art nicht vor Rendite triefen, und es braucht längere Zeit, bis sich vertretbare Gewinne einstellen. Vor diesem Hintergrund ist es den Besitzern, ein englisches Ehepaar, hoch anzurechnen, dass sie sich nicht nur finanziell engagieren, sondern auch gleichzeitig das Ökologische auf Händen tragen.
«Samara Wildlife Programme» ist kein seichter Gutmenschentraum, sondern ein durch und durch ehrenvolles Projekt. Dieses bringt einen tagtäglich mit Tieren wie unter anderem Geparden, Antilopen, Gnus, Straussen, Erdmännchen, Büffeln, Giraffen, verschiedenen Bock-Arten, Schildkröten, Pavianen, Echsen, Stachelschweinen, grünen Meerkatzen, Erdferkel, Steppen- und Bergzebras, Tausendfüsslern, Warzenschweinen, und Nashörnern zusammen. Einige davon sind arg vom Aussterben bedroht und werden zuweilen in professioneller Manier gewildert. Solange diesbezügliche Rekorde immer wieder von neuem pulverisiert werden – das Amt für Nationalparks verkündete beispielsweise jüngst, dass 2011 alleine in Südafrika mindestens 405 Nashörner illegal erlegt wurden – droht das Schwert Damokles’, Mutter Natur ohne Wenn und Aber zu enthaupten.
Doch Enthauptungen sollen weiterhin eher mit dem Mittelalter denn mit der Moderne einhergehen. Und wir alle wollen schliesslich noch lange an der Brust Mutters Natur nuckeln können. Solche Volunteering Programme sind somit eminent wichtig und damit korrespondierende Reiseangebote wie eben «ananea» empfehlenswert. Ach ja, wer sich zwar einen Blick vor Ort gönnen, zuallererst aber keinen Finger krümmen will, der kann sich im Samara Game Reserve angesiedelten (Fünfsterne-)Luxusresort unterbringen lassen. Traumhaft ist’s auch da!
Dieser Reisebericht entstand dank freundlicher Unterstützung von Kuoni Reisen.