Obacht

PUNKTcover-No70
Chara Lectura, char Lectur. Die vierte Landessprache ist vielen Schweizern weitgehend unbekannt. Einige behaupten, sie sei reine Folklore. Doch für die Rätoromanen ist sie ihre Herkunft, ihre Geschichte, ihr Stolz. Obschon Rumantsch von der Verfassung offiziell als Landessprache anerkannt ist, wird es immer weniger gesprochen. Verschiedene Gruppen wollen das nun ändern. Für sie ist die «Chara Lingua da la Mamma» (S. 16) noch lange nicht gestorben. Gegen automatische Gesichtserkennung dagegen regt sich Widerstand. Mit «Passwort: Gesicht» (S. 31) lassen sich sämtliche Smartphones künftig schnell und sicher entsperren. Doch totale Sicherheit heisst auch totale Überwachung, zumal Videokameras im öffentlichen Raum auf ähnliche Technologien zurückgreifen. Wohin das führen kann, erleben Chinesinnen und Chinesen bereits heute am eigenen Leib. Überwachung rund um die Uhr ist in Gefängnissen dagegen der Normalfall. Nicht so in der Justizvollzugsanstalt Witzwil: Deren Insassen können sich mehr oder weniger frei bewegen. Der etwas andere Strafvollzug hat sich international einen Namen gemacht und verkauft seine Produkte unter dem Motto «Made in Witzwil» (S. 39). Dafür, dass es bei Digitalisierung künftig häufiger «Made in Switzerland» heisst, setzt sich Christina Kehl ein. Für die «Unermüdliche Kämpferin» (S. 50) ist es vor allem wichtig, dass Politik und Wirtschaft die richtigen Fragen stellen. Ihre Stimme hat Gewicht: Kehl ist Mitglied im Digitalen Beirat des Bundesrates. Mit ganz analogen Sorgen befassen sich «Stockholms Visagisten» (S. 61). Der 13-köpfige Schönheitsrat ist dafür zuständig, dass Bautätigkeit die schwedische Hauptstadt nicht verschandelt. Doch die Idee gefällt nicht allen.

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