Ein Drink an der Bar mit Annina Frey
Bild Mischa Scherrer Nachgefragt Christian Nill
Aus dem Drink an der Bar mit der Moderatorin von Glanz und Gloria, Annina Frey, wurde nichts. Das Treffen fand statt und der Text steht. Aber das Schweizer Fernsehen gibt unser Gespräch mit Frau Frey nicht frei. Damit die schönen Fotos nicht umsonst geschossen wurden, verrät Annina Frey einige Restaurant-Tipps. Die dürfen wir publizieren.
Es hätte so schön sein können: Das Gespräch mit der Moderatorin von Glanz und Gloria, Annina Frey, fand in gelöster Stimmung statt. Frau Frey erzählte viel und viel Spannendes. Das Gespräch wurde wie üblich aufgezeichnet, transkribiert und verdichtet. Ein Text entstand, der die Frey von einer direkteren Seite zeigte, als man sie vom Fernsehen her kennt.
Unverblümt nahm sie Stellung, zu ihrem Skandal-Blog (in dem sie einige Polizisten beleidigte, die sie aus dem Verkehr zogen), zum Thema Pornografie (die sie mit ihrem Partner guckt, wenn sie von Andrew Blake gemacht ist), zum Thema Beziehung (wenn man wie sie acht Jahre mit dem Partner zusammen sei, müsse man sich auch genügend Freiraum zugestehen) oder über ihre Rolle als Witzopfer bei Giacobbo/Müller (man dürfe ja über fast sonst nichts mehr Witze machen, da halte sie als Fashion-Victim gerne hin).
Wir dürfen nicht publizieren.
Aber eben: Dürfen wir nicht veröffentlichen. Das Schweizer Fernsehen hat die Veröffentlichung des langen Gesprächs mit Annina Frey untersagt. Über die Gründe müssen wir den Mantel des Schweigens legen. Und zähneknirschend akzeptieren, dass dieses spannende Gespräch das Licht der Welt wohl erst dann erblicken wird, wenn die Frey nicht mehr zu 40 Prozent beim Schweizer Staatsfernsehen angestellt ist, zu 60 Franken pro Sendung.
Aus diesem Grund dürfen wir nur den Teil des Gesprächs publizieren, der garantiert frei von allenfalls heiklen Aussagen von Annina Frey ist. Und das sind Restaurant-Tipps zurzeit noch. Also huschhusch, raus mit dem Text. Ehe es sich die Verantwortlichen bei SRF anders überlegen. In diesem Sinne: Gute Unterhaltung mit Annina Freys Restaurant-Tipps!
Nachdem wir uns eine Stunde lang angeregt mit Glanz&Gloria-Moderatorin Annina Frey unterhalten hatten, wollten wir von der charmanten Baslerin wissen, in welchen Lokalen man sie regelmässig antrifft und was sie gerne trinkt.
Christian Nill_Frau Frey, weshalb trafen wir uns eigentlich hier?
Annina Frey_Ich bin extrem neugierig und entdecke auf meinen Reisen gerne immer wieder neue Lokale. Aber wenn ich wieder zuhause bin, dann zieht es mich regelmässig in zwei, drei Betriebe, in denen ich mich schlicht heimisch fühle.
Wie zum Beispiel hier im altehrwürdigen Kindli mitten in der Zürcher Altstadt.
Genau. Hier bin ich Stammgast, fühle mich wohl und werde auch mit Namen begrüsst wenn ich hereinkomme. Man kennt sich.
Wie haben Sie das Kindli entdeckt?
Mein Partner ist Innenarchitekt beim Innenarchitekturbüro P.5 und hat hier, wenn ich mich recht erinnere, das WC umgebaut.
Irgendwo muss man ja anfangen.
Aber auch die dazugehörenden Privatwohnungen. So entstand die Bekanntschaft mit Gisela Lacher, der Inhaberin des Hotel Kindli. Sie kennt einen Haufen Leute, und das gibt dann immer lustige Treffen hier.
Was trinken Sie da genau?
Klassisch.
Champagner. Gibt es auch einmal eine Abweichung davon?
Ja, durchaus. Aber nach einem strengen Tag, und wenn ich ohne Auto unterwegs bin, …
man lernt ja dazu…
…dann nehme ich immer ein Cüpli (für Nicht-Schweizer: ein Glas Champagner, die Red.). Ich mag es nicht, zu viel zu mischen, nur schon wegen der Kopfschmerzen. Aber es muss schon Champagner sein, ich trinke keinen Prosecco.
Verstanden. Sie haben ja auch eine Barkeeper-Ausbildung gemacht.
Die habe ich leider nicht abgeschlossen. Aber das ist schon ewig her.
Was würden Sie denn für Fotograf Scherrer und mich mixen?
(denkt nach) Einen Gin Fizz.
Frau Frey, wir würden gerne noch etwas essen gehen. Was empfehlen Sie?
Sie können direkt sitzen bleiben: Hier im Kindli (in Zürich, die Red.) ist das Essen wunderbar und die Bedienung sehr nett. Das liegt auch an der Inhaberin Gisela Lacher.
Welches Lokal in Zürich mögen Sie ausserdem?
Zum Kindli gehört auch das Lumière, quasi hier um die Ecke. Das ist ebenfalls ein tolles Lokal. Oder dann der Bederhof, den würde ich zwingend empfehlen.
Der Bederhof ist eines der Lokale, die der Gastro-Hansdampf Erik Hämmerli betreibt, nebst der Fischstube am Zürichsee und der Old Fashion Bar beim Paradeplatz. Weitere Lieblinge von Ihnen?
In Miami das Prime One Twelve. In Paris das neue Hotel Von Philippe Starck: Le Royal Monceau. Er hat ja schon zuvor welche gemacht, das Le Meurice oder dann das Mama Shelter.
Das seit April 2012 auch einen Ableger in Marseille hat. Weiter?
Es gibt so viele! Zum Beispiel in St. Tropez gibt es hinten links ein ganz reizendes Fischlokal.
Hinten links ist einfach zu merken.
Ach ja, das Zuma, ebenfalls in Miami.
Das Zuma gehört zur Lionstone Group, deren Senior Vice President übrigens ein Schweizer namens Rolf Sprecher ist.
Das Zuma ist auf jeden Fall super. In Los Angeles kann ich das Ivy empfehlen. Nur schon, um sich dort etwas umzusehen. Grosses Kino!
Und noch ein paar, die etwas näher liegen?
In Klosters gehe ich gern ins Alpenrösli. Und dann kommt mir auch gleich die Chässstube Rehalp in Zürich in den Sinn, immer gut für Fondue. Oder das The Hotel in Luzern.
Von Stardesigner Jean Nouvel. Dort hat es verschiedene Hotel-Restaurants, u.a. das Bam Bou, wo der junge Nachwuchskoch Pascal Schmutz seit Ende 2011 wirkt.
Und dann fällt mir noch das L’Agapé Substance in Paris ein. Und eines in Barcelona, aber da habe ich den Namen vergessen.
Weitere Informationen zu Annina Frey sowie das Rezept für den Drink, den wir ihr mixen würden, finden Sie auf Bar-Storys.ch.


















