Erfolgreich unsichere Zeiten umschiffen
von Manuel Pedretti, Regional Manager Switzerland, Man
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Die vergangenen zehn Jahre waren für viele Aktieninvestoren wenig ertragreich. Extreme Kursrückgänge kamen wesentlich häufiger vor, als es auf Grund von konventionellen statistischen Modellen zu erwarten gewesen wäre. Was einmal im Leben eines Investors vorkommen sollte, häufte sich seit der Jahrtausendwende in ernüchterndem Ausmass.
Im gegenwärtigen geopolitischen und makroökonomischen Umfeld ist nicht davon auszugehen, dass die nächsten zehn Jahre von stabileren Aktienmärkten geprägt sein werden als die letzte Dekade. Bei der Suche nach Alternativen muss der Investor allerdings gar nicht in „exotische“ Investments ausweichen, denn die Aktie kann grundsätzlich weiterhin als Renditequelle dienen, doch muss die Wertschöpfung grundlegend anders als im Falle eines Long-Only-Ansatzes erfolgen. Dies ist erforderlich um zu verhindern, dass kurzfristige und starke Kursrückschläge die zuvor generierten Renditen zunichtemachen.
Marktexposure neutralisieren
Wie kann ein solches Ziel erreicht werden? Ein wesentliches Element stellt die Minimierung des Marktrisikos dar. Tendiert der Gesamtmarkt negativ, haben es selbst aussichtsreiche Einzeltitel schwer, sich im positiven Terrain zu behaupten und werden oft in „Sippenhaft“ genommen.
Die Wertentwicklung und folglich auch das Risiko eines Portfolios setzen sich aus der Marktbewegung, sprich dem systematischen Risiko (Beta) und der titelspezifischen Bewegung zusammen. Während der Manager offenkundig an seinen eigenen Fähigkeiten, Alpha zu erwirtschaften, arbeiten kann, ist eine Beeinflussung der Marktbewegung nicht möglich. Aus diesem Grund erachten wir einen marktneutralen Ansatz als wesentlich erfolgsversprechender. Anstatt das eingesetzte Kapital dem Risiko einer Fehleinschätzung über die zukünftige Marktentwicklung auszusetzen, sollte ein marktneutraler Long-Short-Ansatz verfolgt werden, der über alle Sektoren diversifiziert.
Bei der Titelauswahl wird entweder eine Aktie relativ zu einer anderen ins Verhältnis oder ein Sektor in Relation zu einem anderen gesetzt. Mittels entsprechender Short-Positionen wird das Marktrisiko im Gesamtportfolio neutralisiert und folglich sichergestellt, dass die langfristige Wertentwicklung das Ergebnis aus der Titelauswahl-Kompetenz ist und nicht vom Markt getrieben wird. Gerade in Phasen grosser Unsicherheit bildet diese Strategie eine äusserst interessante Anlagealternative für Investoren.
29. September 2000 bis 30. April 2012
Quelle: Man
Intelligentes Risikomanagement
Mit dem vorgenannten Ansatz wird Marktrisiko in managerspezifisches Risiko transferiert. Dies verlangt ein aktives und intelligentes Risikomanagement, welches neben den üblichen Limiten und Risikokontrollen zudem die Analyse von Kennzahlen wie der Erfolgsquote der Transaktionen (Hit-Rates) und das Verhältnis zwischen Gewinn und Verlust (Win/Loss Ratio) beinhalten sollte.
Während die Hit-Rate zeigt, ob der Manager mehr richtige als falsche Entscheidungen gefällt hat, ermittelt das Win/Loss Ratio wie stark die Gewinne aus positiven Transaktionen die Verluste aus den negativen übertreffen. Durch die laufende Beobachtung und Analyse dieser Statistiken ergeben sich interessante und entscheidungsrelevante Faktoren für den Investor und die Daten können vom Manager selbst genutzt werden, um sein Stärke-/Schwächeprofil zu optimieren.
Über 10-jähriger Erfolgsausweis
Seit über zehn Jahren verfolgt GLG mit der Flaggschiffstrategie für europäische Aktien (Long/Short) einen marktneutralen Ansatz und erzielte dabei zweistellige Jahresrenditen. Pierre Lagrange (Mitgründer von GLG), Simon Savage (Risikospezialist) und Darren Hodges (Derivatespezialist) bilden das dreiköpfige Portfolio Management Team und greifen auf 14 Sektorspezialisten und 9 Strategien zurück.
Die Sektorspezialisten arbeiten zwar autonom, tauschen sich in einem offenen Umfeld aber laufend aus. Die Aufgabe von Lagrange, Savage und Hodges besteht darin, das Kapital über einen auf dem Risikobudget beruhenden Prozess an diejenigen Sektorspezialisten zu allozieren, die das höchste Alpha generieren.
Seit Juli 2011 bieten wir die GLG Flagschiffstrategie unter dem Namen GLG European Equity Alternative (der ‘Fonds‘) auch im UCITS-Format an. Der täglich handelbare Fonds hat seit seiner Lancierung den MSCI Europe deutlich outperformed und wird in CHF, EUR, USD sowie verschiedenen weiteren Währungen angeboten. Der Mindestanlagebetrag beträgt CHF 1.000.
Weitere Informationen:
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1. Bitte beachten Sie, dass die in diesem Dokument aufgeführten Performancedaten nicht die reale in der Vergangenheit erzielte oder eine simulierte Performance des GLG European Equity Alternative (der ‘Fonds’) darstellen und daher nicht als Indikator für die zukünftige Fondsperformance betrachtet werden sollten. Die Performancedaten beziehen sich auf die Wertentwicklung des GLG European Long Short Class D Restricted bis zum 29. Juni 2007 und jene des GLG European Long Short Class D Unrestricted ab dem 2. Juli 2007. Die Rendite kann infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. 2. MSCI Europe Net Total Return Index hedged to EUR. 3. Seit Januar 2009 wird das Marktengagement auf Fondsebene innerhalb einer maximalen Toleranz von +/-5% neutralisiert. Dies wird auch künftig der Fall sein. 2008 war ein Limit von +/-50% in Kraft, was den unerwartet grossen maximalen Drawdown für einen marktneutralen Fonds erklärt.
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